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25-jähriges Bestehen

Das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des Christlich-Jüdischen Freundeskreises Bad Laasphe wird am Montag, 31. Oktober, ab 17 Uhr mit einem kleinen Festakt im örtliche Haus des Gastes gefeiert. Nach einem Rückblick auf die Geschichte des Freundeskreises wird an diesem Tag auch die Foto-Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht geben“ eröffnet. Die vom Freundeskreis verlegten Stolpersteine haben den vertriebenen oder ermordeten Laaspher Juden und sogenannten Zigeunern den Namen wieder gegeben, alte Aufnahmen sollen jetzt an die Gesichter der Menschen erinnern. Zu sehen ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Laaspher Haus des Gastes bis zur Gedenkfeier am Jahrestag der Pogromnacht am Mittwoch, 9. November. Am Montag, 31. Oktober, schließt sich dem Festakt im Haus des Gastes an gleicher Stelle ab 19 Uhr der Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde zum Reformationstag an. Pfarrer Dieter Kuhli richtet dabei seinen Blick auch auf das Thema „Martin Luther und die Juden“.

– Kurzgeschichte
– Bericht

Heinz Schindler, Lotte Stöcker, Christoph Zacharias und Eberhard Bauer (von links) wurden im Mai 1991 beauftragt, zusammen mit Bürgermeister Otto Düsberg eine Satzung für den Bad Laaspher Freundeskreis für christlich jüdische Zusammenarbeit auszuarbeiten.
Die Freundeskreis-Vereinsgründung fand am 10. November 1991 statt. Am Mikrofon im Rathaus Landrat Walter Nienhagen
Der erste Vorstand des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit zeigt von links: Herbert Moses, Walter Davidis, Walter Homrighausen, Heinz Schindler, Otto Düsberg, Lotte Stöcker, Rainer Becker, Helma Sauer und Eberhard Bauer
Der erste Vorstand des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit zeigt von links: Herbert Moses, Walter Davidis, Walter Homrighausen, Heinz Schindler, Otto Düsberg, Lotte Stöcker, Rainer Becker, Helma Sauer und Eberhard Bauer
Der Auschwitz-Überlebende Herbert Präger enthüllt 1992 das neue Straßenschild Max-Präger-Weg, das an seinen in Auschwitz ermordeten Vater erinnert, der vor der Auslöschung der jüdischen Gemeinde der letzte Synagogenvorsteher war.
In seinem Wohnhaus in Petach-Tikwah (Israel) präsentierte der begeisterte Briefmarkensammler Herbert Präger dem Freundeskreis-Vorsitzenden Heinz Schindler seine Sammlung. Deutlich zu erkennen die Häftlingsnummer 105010 am linken Unterarm, die ihn ständig ans KZ erinnert.
Shabat shalom – die Vorstandsmitglieder des Freundeskreises erlebten bei Familie Präger die Zeremonie des jüdischen Feiertages.
Die Juden, die in 1988 in ihre Heimatstadt zurückkehrten, sprachen auf dem jüdischen Friedhof das Kaddisch der Trauernden.
Max Präger mit einem Kälbchen vor seinem Haus an der Schloßstraße 16. Mit seiner Familie verließen im Mai 1943 die letzten Juden Laasphe. Der Viehhändler Max Präger, seine Ehefrau Johanna und die Tochter Ursula wurden in Auschwitz ermordet.
Herbert Präger am Grab seiner Großeltern auf dem jüdischen Friedhof in Bad Laasphe. Für seine in Auschwitz ermordeten Eltern gibt es keinen Grabstein.

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